Herbstzeit ist Erkältungszeit

Der Herbst hält Einzug und zeigt sich - wie in unserem Pflanzkorb vor dem Praxiseingang - von seiner farbenfrohen Seite.

 

Doch mit ihm beginnt leider auch die Zeit von Husten, Schnupfen, Heiserkeit.

 

Hier erhalten Sie jede Woche im Oktober einen Tipp, wie Sie gut durch die Herbstzeit kommen und  Sie sie mit all ihrer Farbenpracht und Gemütlichkeit genießen können.

Feuchtigkeit ist das A und O

Nase, Rachen und Kehlkopf sind mit Schleimhaut ausgekleidet. Diese feucht zu halten unterstützt ihre Abwehrfunktion. Eindringende Keime "rutschen" an ihr ab und gelangen nicht so schnell in den Körper. 

 

Meine 7 favorisierten Tipps, wie man die Schleimhäute feucht halten kann:

  • 1,5 bis 2 Liter trinken (Wasser, Schorlen, ungesüßte Tees)
  • 40 bis 60% Raumfeuchte
  • Nasendusche oder salzhaltige Nasensprays, Nasenöl
  • gurgeln (z.B. mit Salbei bei ersten Anzeichen von Halskratzen)
  • inhalieren (Zusätze erfragen Sie bitte in der Apotheke)
  • sanfte Bonbons lutschen (salbei- oder salzhaltige; schleimbildende legen sich wohltuend auf die Rachenschleimhaut)
  • Spaziergänge/Bewegung an der frischen Luft  

Luftfilter

Seit der Pandemie sind sie uns bekannt und teilweise aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: Luftreiniger.

Sie filtern die Luft und sollen helfen, unsere Atemluft von Viren und Bakterien zu befreien, so dass wir uns unbesorgter mit mehreren Menschen in Räumen aufhalten und die gleiche Luft atmen können. 

 

Unsere Nase erfüllt für unseren Körper die gleiche Funktion. Daher ist während der Ruheatmung die Nasenatmung immer zu bevorzugen. Sie reinigt, befeuchtet und wärmt die Außenluft, bevor sie über die Nasenhöhlen, den Kehlkopf und die Luftröhre in die Lungen gelangt. Keime werden bereits hier zum größten Teil abgefangen und gelangen nicht in den Körper.

 

Mein Tipp: Achten Sie auf einen geschlossenen Mund und atmen Sie durch die Nase. Nasendusche, salzhaltiges Nasenspray, Nasenöl oder -creme halten die Nasenschleimhaut feucht und unterstützen sie in ihrer abwehrenden Funktion. 

 

Sind die Nasenschleimhäute bereits durch einen Infekt angeschwollen, so helfen abschwellende Nasentropfen oder           -sprays.

Aber Achtung: Es besteht Gewöhnungsgefahr, deshalb sollte schon nach wenigen Tagen auf Meersalzspray umgestiegen werden!

 

AA - Arztpraxis oder Apotheke

Was haben denn AA-Batterien mit der Prävention von Erkältungskrankheiten zu tun oder gar mit der Bekämpfung erster, leichter Symptome?

 

Ziel ist es in beiden Fällen, möglichst mit vollaufgeladenem Zustand den Alltag (wieder) meistern zu können. Doch leider helfen dabei nicht immer die "Hausmittel". Hinter Symptomen können sich auch ernstzunehmende Krankheiten verbergen.

 

Daher meine dringende Empfehlung: Bei unklaren, sich verschlimmernden oder wiederkehrenden Beschwerden unbedingt einen Termin in der Arztpraxis vereinbaren oder in der Apotheke um Rat fragen! 

 

Verstimmte Stimme

Unsere Stimme ist ein hohes Gut in der Kommunikation. All diejenigen, die schon mal aufgrund einer Kehlkopfentzündung kaum oder keine Stimme mehr hatten, haben die Erfahrung machen müssen, sich nicht mehr in gewohnter Weise ausdrücken zu können. Stift und Papier waren dann das Mittel der Wahl, um wenigstens das Wichtigste mitzuteilen.

 

Dem Schutz und der Pflege der Stimme kommen daher eine große Bedeutung zu. Dazu fünf Tipps:

  • Stimmruhe bei einem Infekt der Stimmbänder!
  • Halten Sie Ihren Hals warm - haben Sie immer einen Schal oder ein Tuch griffbereit.
  • Gurgeln, lutschen und inhalieren (siehe oben "Feuchtigkeit ist das A und O")
  • Halswickel (z.B. mit Heilerde - Anwendung entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage)
  • Tee trinken mit Salbei, Thymian oder Fenchel; gesüßt mit Honig